(c) Carmen de Vos

Brüssel, Belgien

54.

Samuel Fischer Gastprofessorin
2026

Lize Spit

Lize Spit wurde 1988 geboren und lebt in Brüssel. Ihr Debüt »Het smelt« (Und es schmilzt, 2017, S. Fischer Verlage) gewann zahlreiche Literaturpreise und wurde in 15 Sprachen übersetzt. Auch ihr zweiter Roman, »Ik ben er niet« (Ich bin nicht da, 2022) war ein großer Erfolg. Mit »De eerlijke vinder« (Der ehrliche Finder, 2024) hat sie ein ganzes Land aufgewühlt. »Autobiografie van mijn lichaam« (Autobiografie meines Körpers, 2025) ist ihr vierter Roman. Alle vier Bücher sind bei S. Fischer Verlage auf Deutsch erschienen. 

Ihr Buch »Und es schmilzt « stand in Belgien und den Niederlanden mehr als ein Jahr auf der Bestsellerliste. 2023 wurde der Roman verfilmt, prämierte auf dem Sundance Film Festival, gewann den Preis als „bester flämischer Film“ des Jahres. Lize Spit gewann u. a. die »Bronzen Uil« für den besten Debütroman und den Dutch National Bookseller Award. Sie tritt häufig in Talkshows auf und schreibt Kolumnen für die Tageszeitung »De Morgen«. Sie hat einen Masterabschluss im Drehbuchschreiben und unterrichtet Kreatives Schreiben am RITCS (Royal Institute for Theatre, Cinema and Sound) in Brüssel.

Seminar „Tell, Don’t Show?!“

an der Freien Universität Berlin

Im Rahmen der Samuel Fischer Gastprofessur wird Lize Spit im Sommersemester 2026 ein Seminar mit dem Titel Tell, Don’t Show?! Literature in the Audiovisual Era unterrichten. Dieser Kurs widmet sich der Frage, wie sich Romane in Filmen umschreiben lassen. Studierende werden in die Grundlagen des Drehbuchschreibens eingeführt, um vergleichende Buch-Film-Analysen vornehmen zu können. Untersucht werden konkret Romane und ihre Verfilmungen in unterschiedlichen Genres, von zeitlosen Klassikern wie Sofia Coppolas The Virgin Suicides (1999) und dem Coen-Brüder-Meisterwerk No Country for Old Men (2007) bis hin zu neueren Produktionen wie Wes Andersons The Wonderful Story of Henry Sugar (2023) und Clint Bentleys Train Dreams (2025). Ziel ist es, den Wert des Literarischen neu zu überdenken: Was kann Literatur leisten, was der Film nicht kann, und umgekehrt? Darüber hinaus werden Studierende eingeladen, ihre eigenen kreativen Schreibfähigkeiten im Rahmen verschiedener Übungen zu erproben, indem sie z.B. Filmszenen in literarische Texte umwandeln.

Events

Am 30. April findet die öffentliche Antrittsvorlesung an der FU Berlin statt. Die Teilnahme steht allen offen, ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

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